Archiv der Kategorie: Reisen

Das Jahr 2025

Neue Zeiten brechen an!

Am 6. Januar 2025 wurde ich 64 Jahre alt, und damit war ich die Hälfte meines langen Lebens als Wahrsagerin unterwegs. Mittlerweile hatte ich die Mittelaltermärkte aufgegeben, meinen eigenen Stand verkauft und Jutta, meine Schwester, war schon im vorherigen Jahr aus dem Marktgeschehen ausgestiegen.

Alles neu ….

Nun sollten also neue Möglichkeiten entstehen, und die hatten unmittelbar mit Emma zu tun. Ich baute ihr Innenleben jetzt so aus, dass sie auf einem Event stehen konnte und ich in ihr orakeln konnte. Das ist mir auch gelungen, schaut selbst:

Die Tücher außen werden mit Magneten am Metall befestigt, und innen habe ich eine magische Einrichtung geschaffen, die die Menschen sehr fasziniert. Der Platz, an dem das Orakel gemacht wird, ist liebevoll hergerichtet und bietet genug Sitzplätze auch für zwei Menschen.

Darum geht’s!

Wer jetzt Emma’s Schwelle übertritt, taucht ein in einen behüteten Raum, der wie eine sanfte Umarmung wirkt – ein Ort, an dem die Seele zur Ruhe findet und die Welt draußen für einen Augenblick verstummt. Wie ein stiller, leuchtender Kreis, der sich magisch in einen größeren schmiegt, zeigt sich hier ein Rückzugsort, ein fast zeitloser Platz, an dem der Mensch durchatmen und die Gedanken fliegen lassen kann, beinahe so, als hätte die Ewigkeit ein kleines Versteck gebaut.

Das Jahr 2021

2021 war ein aufregendes Jahr …

Kleiderschrank Ich fing an, die Einrichtung zu verändern. Der Kleiderschrank sollte sich in einen Schubladenschrank verwandeln, und daneben sollte nochmal ein Schubladenschrank eingebaut werden. Dafür war das Regal über dem Tisch und das Bett darunter entfernt worden, und das Bett im hinteren Bereich wurde verkleinert. Für den Umbau hatte ich glücklicherweise einige Freunde, die mich tatkräftig unterstützten.

Und dann gab es einen kleinen Unfall! Schon 2020 hatte ich mir das hintere Kennzeichen abgerissen, als ich durch eine zu niedrige Unterführung fuhr. Das wurde dann gleich wieder behoben, so dass es erstmal in Ordnung war. Aber 2021 riss ich es mir leider gleich ganz ab, so musste mein Sohn mir das Teil erst abbauen, abschleifen und schweißen, und dann auch noch lackieren. Dadurch ist jetzt die Höhe glücklicherweise soweit verringert, dass es wieder zum Gesamtbild passt!

Und dann waren wir wieder bei Freunden im Schwabenland unterwegs ..

Und der TÜV hatte auch was zu bemängeln:

Spiegel

Der Spiegel war gesprungen, der musste ersetzt werden. Dabei lernte ich, dass ein Ersatzteil für so ein altes Gefährt nicht ganz einfach zu finden ist …

Aber es war machbar, und seitdem weiß ich, wo ich suchen muss, wenn ich zu „normalen“ Preisen etwas für meine alte Lady brauche.

Das Jahr 2020

Nachdem ich Emma in der Nähe von Berlin abholen konnte, war erstmal eine kurze Pause angesagt. Dann wurde sie am letzten Tag vor dem C-Viren-Lockdown gerade noch so angemeldet, und dann ging es los.

Die Einrichtung ließ ich erstmal so, wie meine Vorgänger sie gestaltet hatten. Ich musste mich erst an das Fahren mit meiner dicken Emma gewöhnen, und das war nicht ganz einfach. Deshals gab es zunächst mal nur einige kleinere Ausflüge ins Umland, zum Anfreunden und Ausprobieren. Wir waren in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Richtung Kassel unterwegs, immer mal ein paar Kilometer hin und zurück. Und dann war ich auch mal in meiner „alten Heimat“, im Schwabenland, und habe Familie und Freunde besucht. Danach durfte Emma aber auch mal nach Bayern fahren, und endlich, im September 2020, gab es die erste längere Reise, mit allen mehr oder weniger seltsamen Gegebenheiten, die die Mikrobenkrise mit sich brachte.

Es ging nach Hamburg, dort konnte ich Emma eine Weile am Stadtpark stehen lassen. Das Café Cloudette war der ursprüngliche Anlaufpunkt, und dort war ich auch eine Woche lang, unter anderem auch zum Orakeln. Und Freija und ich erkundeten den Stadtpark, hier ein paar Bilder davon, seltsamerweise hab ich nicht viele gemacht…:

Und nach einem Besuch in der Innenstadt von Hamburg machte ich mich dann auf den Weg in Richtung Berlin, zu den ehemaligen Besitzern von Emma…

Und seit Ende 2020 sind wir wieder mehr im Süden Deutschlands unterwegs!

Emma und Sonja
Emma und Sonja

Bevor die Emma Emma hieß

… hieß sie „Blue Mule“ und lebte in einem Vorort von Berlin. Ganz zu Anfang, gleich nachdem sie vom Band gekrochen war, kam sie zu den „Wasserwerken in Berlin“, denen sie eine ganze Weile treu diente. Als Blue Mule wurde sie umgebaut zu einem Wohnmobil. 

So kamen wir zusammen…

Lange schon hatte ich den Wunsch nach einem Bus, in dem ich auch -zumindest zeitweise- wohnen könnte. Als mein Mann Wolfgang noch lebte, hatten wir uns einige interessante Exemplare angesehen. Aber sie waren immer jenseits von gut und böse, was den Zustand betraf, und dennoch immer viel zu teuer. So rückte dieser Traum erstmal eine Weile in den Hintergrund, als ich nach Wolfgang’s Ableben eine Weile allein für mich unterwegs war.

2019 zog ich dann nach Nordrhein-Westfalen, an die Grenze zu Niedersachsen. Dort hat sich mein Leben vollständig verändert. Zunächst trat meine süße, wilde und sehr eigensinnige Hündin „Freija“ in mein Leben. Und dann kam zu meiner riesigen Freude endlich auch die Chance auf einen wirklich passenden Bus, nämlich diesen Mercedes-Bus 609D. Ich war sofort schockverliebt und setzte alle meine Hebel in Bewegung, es sollte aber nicht so einfach sein. Die Finanzierung sag nicht gut aus, ich hatte gerade mal die Hälfte des Kaufpreises und sah keine Chance auf den Rest. So sah es also erstmal so aus, als wäre es unmöglich, diesen Traum zu verwirklichen.

Aber plötzlich gab es eine Möglichkeit, mit der ich Unterstützung erhielt… Glücklicherweise hatte eine Crowdfunding-Aktion unter Freundinnen, Freunden und Bekannten dafür gesorgt, dass der Rest zusammengekommen ist! Ich konnte mein Glück kaum fassen!!!

Und dann, am 9. März 2020, genau einen Tag vor dem Viren-Lockdown der öffentlichen Verwaltung des Ortes, wurde der Bus auf mich angemeldet!!! Hier könnt ihr den Film über den Bus sehen, und ihr hört sicher auch die erstaunte Freude in meiner Stimme 🙂

BusFilm

Hier ein Bild mit dem ehemaligen Eigentümer (unkenntlich gemacht), dem ich sehr dankbar für meine Emma bin. Ihn und seine Frau hab ich dann kurz danach nochmal besucht… Er hat Emma gleich mal kräftig geputzt, damit die Lichter auch richtig leuchten konnten, und freute sich, dass alles so gut lief mit uns.